An die Gemeindemitglieder in Drensteinfurt!
 
Mein Name ist Monica Gnjanam, ich bin 26 Jahre alt und stamme aus dem indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Bald nach meiner Geburt verließ mein Vater die Familie und ließ uns mittellos zurück. Meine Mutter litt sehr unter der Trennung. Sie verdiente etwas Geld, aber das reichte oft nicht einmal für das Essen. Darum begann ich eine Ausbildung in einer tamilischen Mittelschule, die ich erfolgreich abschloss. Es folgte der Besuch des Colleges für Informatik. Das College erreichte ich mit dem Fahrrad, dabei erlitt ich einen schweren Unfall. Ein Lastauto zertrümmerte mir ein Bein, sodass es abgenommen werden musste. Die Operation brachte uns finanziell in große Schwierigkeiten, niemand half uns. Dazu kam der Schock und die schlechte Behandlung im Regierungskrankenhaus. Mithilfe meiner Mutter versuchte ich mit Gehhilfen zu laufen, was mir aber nicht gelang. Es folgte eine zweite Operation in einem privaten Krankenhaus.
Ein Jahr war ich physisch und psychisch am Ende. Ich hatte die Hoffnung auf eine Zukunft verloren. Eine Tante schaffte es schließlich, mir neuen Mut zu geben, sodass ich das Studium wiederaufnahm. Trotz Geldmangels erlangte ich – dank Gottes Hilfe – in Chennai den Bachelor-Abschluss in Lehramt. Ich wollte noch mehr lernen und setzte mein Informatik-Studium an einem privaten College fort. Obwohl der Unfall vor Gericht ging und mir Geld zugesprochen wurde, ging ich fast leer aus, da unser Anwalt uns um das Geld betrog.
Niemand klagt bei uns gegen einen Anwalt.
Ich konnte mit dem künstlichen Bein laufen, aber die Schmerzen im Knie ließen nicht nach. Es folgte eine dritte Operation. Ein Jahr durfte ich nicht arbeiten, ehe ich an einer Grundschule eine schlecht bezahlte Arbeit erhielt. Mit der primitiven Prothese kann ich schlecht laufen und sitzen. Ein neues, besseres künstliches Bein kostet 3000 Euro – Geld, das ich allein nicht aufbringen kann. Wenn ich das Geld zusammenbekomme, hoffe ich, dann einen Mann zu finden, zu heiraten und eine gute Arbeit annehmen zu können. Jetzt bitte ich sie um Spenden und um ihre Gebete, damit sich mein Schicksal zum Guten wenden kann. Dafür werde ich Sie in meine Gebete miteinschließen.
Herzliche Grüße

Monica Gnjanam
Monica Gnjanam
 
Die Mutter von Monica vor ihrem Haus.