Versöhnungstag in Drensteinfurt und Walstedde

Erstmals erlebten die Firmanden im Rahmen der Vorbereitung auf die Firmung einen Versöhnungstag verbunden mit der Einladung zum Empfang der Beichte oder zum seelsorglichem Gespräch. An zwei aufeinander folgenden Wochenende fand dieser Tag jeweils in Drenstienfurt und Walstedde statt. Die Taizéfahrer kamen zudem nach Walstedde.

Nach einer Einführung durch Pastor Schlummer, wozu es das Sakrament der Beichte gibt und wie die Beichte konkret abläuft, hatten die Jugendlichen zunächst die Möglichkeit intensiv über die Licht- und Schattenseiten ihres Lebens nachzudenken. Dazu wurde ein sog. Stationengang mit ganz unterschiedlichen Fragen zum persönlichen Leben angeboten. Einigen Jugendlichen gefiel dabei besonders die Spiegelmeditation im Chorraum der Kirche. Andere beschäftigten sich vor allem mit den biblischen Impulsen über Judas, der Jesus verraten hatte und den Römern übergab. „War er eigentlich Schuld oder hatte Jesus ihn zum Verrat aufgefordert?“ fragten einige. Auf der Orgelbühne konnten Masken beschrieben werden, mit dem was dem Jugendlichen persönlich gelingt und was nicht. Ein Video sprach die Frage an, wem ein Mensch vertrauen kann. Eine Geschichte über Mahatma Gandhi verdeutlichte, wozu es für einen Menschen wichtig sein kann, auch Gott um Vergebung zu bitten, wenn man etwas falsch gemacht hat. Viele nutzten schließlich auch das Beichtgespräch mit einem der Priester der SeelsorgerInnen der Pfarrei, auch wenn sich manche zunächst einen inneren Ruck geben mussten.

Im Alten Pfarrhaus oder Pfarrrheim konnten sich die Firmanden in einem eigens vorbereiteten Raum der Stille zurückziehen. „Ich war bestimmt eine Stunde dort und habe gelesen, weil die Sonne so schön in den Raum hinein schien“, schwärmte eine Firmandin.

In anderen Räumen ging es geselliger zu. Hier gab es die Möglichkeit zu essen und sich zu unterhalten, während nebenan wiederum viele Jugendliche ihre Fragen zum Glauben auf das Papier brachten. Diese Fragen werden demnächst an Gemeindemitglieder ausgeteilt mit der Bitte dem jeweiligen Jugendlichen persönlich zu antworten.

Am Ende des Tages versammelten sich alle um ein Feuer vor der Kirche, in dem symbolisch all das verbrannt wurde, von dem die Jugendlichen befreit werden wollen. Schließlich gingen sie auseinander, in dem sie sich gegenseitig einen Satz mit auf dem Weg gaben: Es gibt immer einen Neuanfang!“ Beeindruckt von diesem Erlebnis meinte einer der Katecheten: „Jetzt sind sie zusammen gewachsen!“

Fotos: Mechthild Wiesrecker und von Frederik Huhmann