farrgemeinde bekommt Besuch aus Uganda
Zu einem Partnerbesuch in Deutschland werden in der kommenden Woche Father Hilary Muheezangango, Caritas-Direktor der Partnerdiözese Luweero in Uganda, und Betty Namagala, Beraterin und Projektverantwortliche für das in Drensteinfurt angedockte Entwicklungshilfeprojekt in Uganda, erwartet. Sie nehmen u.a. an einer Konferenz in Münster teil, bei der unterschiedliche, z. T. bereits in Afrika engagierte Firmen, Privatpersonen und Interessierte aus der Region und mit Nähe zur Landwirtschaft in Kontakt kommen, um Synergien zu nutzen und voneinander zu lernen. Hintergrund ist die Feststellung, dass es bereits viele Initiativen gibt, die aber vielfach nicht voneinander wissen bzw. kaum Austausch untereinander haben. Der Aufbau eines tragfähigen Netzwerkes könnte den Entwicklungshilfeprojekten vor Ort weiter Schub verleihen und auch eine Zusammenarbeit von Projektträgern in Uganda ermöglichen bzw. befördern.
Die ugandischen Besucher werden den Aufenthalt auch nutzen, um sich auf unterschiedlichen Höfen ein Bild von der hiesigen Landwirtschaft zu machen. Angeknüpft werden kann an den Besuch einer westfälischen Reisegruppe in Uganda in diesem Frühjahr.
Father Hilary, der Drensteinfurt bereits zum Start des Projektes besucht hat, wird am 22. Oktober in der Sonntagsmesse um 11 Uhr mitzelebrieren und auch die Predigt halten. Dann wird er vom Stand und Fortgang des Projektes berichten. Nachmittags gibt es dann ein Treffen mit Pastor Jörg Schlummer, Pater Johny Kochuparambil und Mitgliedern des Uganda-Arbeitskreises.
Mit dem in unserer Pfarrgemeinde von Landwirten, Landfrauen, Landjugend sowie der KLB im Bistum Münster unterstützten Projekt erhalten rund 600 Bauernfamilien in dem ostafrikanischen Land eine bessere Entwicklungsperspektive. Das Parallelprojekt, das vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband gefördert wird, läuft schon etwas länger. Im Frühjahr konnte die Reisegruppe auch mit Mitgliedern des Drensteinfurter Arbeitskreises beide Projekte sehen und sich davon überzeugen, dass die Hilfe tatsächlich ankommt, die ugandischen Bauern ihre Vermarktung verbessern und sie dadurch deutlich weniger anfällig sind für Naturkatastrophen.
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Hintergrund
Mit dem Projekt Luweero-Uganda werden Bauern in 13 Dörfern der Diözese Luweero, ca. 70 km nördlich der Hauptstadt Kampala, gefördert. Das Projekt soll den Kleinbauern und deren Familien insbesondere bei der Vermarktung ihrer Früchte – Ananas, Tomaten, Papaya, Kaffee und Bananen – helfen. Damit die Erzeugnisse ohne Zwischenhändler zu fairen Preisen und gemeinschaftlich vermarktet werden können, brauchen die Bauern genossenschaftliche Strukturen, einen besseren Marktzugang und eine bessere Marktübersicht.
In Deutschland sind mehrere Organisationen mit im Boot: die Pfarrgemeinde St. Regina Drensteinfurt, die landwirtschaftlichen Ortsvereine und die Landfrauen der Ortsteile, die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Bistum Münster und als Koordinator des Projektes der Internationale Ländliche Entwicklungsdienst (ILD) in Bad Honnef. Projektbeteiligte ist in Uganda die dort ansässige Caritas der Diözese Kasana-Luweero, sie hat seit fast 20 Jahren Erfahrung im Aufbau und bei der erfolgreichen Durchführung von Selbsthilfegruppen.
 
Ansprechpartner des Arbeitskreises UGANDA
Pater Johny Abraham Kochuparambil, St. Regina Drensteinfurt, Telefon: 02538 - 91 99 64
Luise Richard, Telefon: 02508 - 99 37 34