Pfarrkirche St. Regina Drensteinfurt

st regina hbVielleicht suchen Sie manchmal einen Ort der Ruhe, zum Beten und Besinnen. Unsere Kirche ist für Sie immer offen, nicht nur sonntags. Haben Sie also keine Scheu und machen Sie von diesem Angebot Gebrauch, auch wenn Sie „nur" einmal auf andere Gedanken kommen möchten. Die Kirche ist auch Ort der Anbetung. Katholiken glauben, dass im Tabernakel, wo die konsekrierten Hostien aufbewahrt werden, Jesus Christus beständig gegenwärtig ist – das symbolisiert das „ewige Licht" beim Tabernakel. Er befindet sich in der Mitte des Hochaltars und ist durch die Vergoldung hervorgehoben.

Unsere Kirche erscheint im klassizistischen Baustil und wurde 1789 fertig gestellt. Von Oktober 2007 bis März 2008 wurde sie renoviert. Die äußere Verblendung wird bestimmt durch den für Westfalen charakteristischen Wechsel von rotem Backstein und hellem Sandstein. Wenn Sie die Kirche durch das Hauptportal betreten, fällt Ihnen zuerst das saalartige Mittelschiff mit den Kronleuchtern auf.450px-StRegina Kassettendecke Die beiden Seitenschiffe wurden dem Kirchbau 1890 angefügt und enthalten vorne rechts den Marienaltar, links den Katharinenaltar. In den Seitenschiffen befinden sich ebenfalls zwei Beichtstühle. Einen besonderen Blickfang bildet die Kassettendecke in Langhaus und Chor. Sie ist aus gestanztem Zinkblech gefertigt und bemalt. Die umlaufende Inschrift ist ein Gebet zu Christus, das im lateinischen Messbuch am Fest der Heiligen Regina enthalten ist.

Die Patronin unserer Kirche, die Heilige Regina, lebte im 3. Jahrhundert in der burgundischen Stadt Alesia. Es wird überliefert, dass sie heidnische Eltern hatte und von ihrer Amme nach dem Tod der Mutter christlich erzogen wurde. Der Vater jagte die Amme mit dem Kind aus dem Haus und später starb Regina als Märtyrerin durch Enthauptung. Deshalb wird sie mit dem Schwert dargestellt und hat offenes Haar als Zeichen dafür, dass sie noch nicht verheiratet war.

Optischer Mittelpunkt der Kirche ist der erhöht liegende Chorraum mit dem beigegold gefassten Hochaltar, der sein heutiges Aussehen durch 1891 vorgenommene Veränderungen erhielt. Im Vordergrund steht der heutige Zelebrationsaltar, der am 12. März 2008 von Weihbischof Overbeck geweiht wurde. Er enthält im hohlen Sockel ein Reliquiar mit einer Reliquie der seligen Schwester Maria Euthymia. Die Kerzenleuchter neben dem Altar und das Vortragekreuz schräg dahinter stammen von dem Münchener Künstler Max Faller. An der Chornordseite öffnet sich die im Obergeschoss der alten Sakristei gelegene Patronatsloge durch zwei schlichte Bogenöffnungen. Sehr schön ist auch die Predigtkanzel, die heute aber nicht mehr benutzt wird.

Vorne im nördlichen Seitenschiff (die Kirche ist nach Osten ausgerichtet) steht das alte Taufbecken. Der obere Teil stammt aus der ersten Kirche, die hier errichtet worden ist, also von ca. 1235. Er steht auf einer Achse mit dem Altar: Taufe und Eucharistie sind die beiden wichtigsten Sakramente, was übrigens die katholische und die evangelische Kirche ähnlich sehen. Neben dem Taufstein steht die Osterkerze, die an die Auferstehung Jesu Christi erinnert. Durch die Taufe bekommt der Mensch Anteil an seinem göttlichen Leben.

St-Regina Orgel wWenn Sie vom Altarraum nach hinten schauen, sehen Sie die auf der Empore oberhalb des Hauptportals aufgestellt kostbare Orgel (siehe <Kirchenmusik>). Seitlich des Eingangsportals liegen rechts die Kerzenkapelle mit dem Jahrbuch der Toten und der Statue des Heiligen Joseph, Patron der Sterbenden. An der Rückwand hän-gen an einer Metalltafel kleine Kreuze mit den Namen der verstorbenen Gemeindemitglieder aus den vergangenen 12 Monaten. Ein Jahr nach dem Tod bekommen die Angehörigen das Kreuz als Andenken. Links ist die Marienkapelle. Hier entzünden viele eine Kerze für ein bestimmtes Gebetsanliegen. Vielleicht tun Sie es auch? So bleibt Ihr Anliegen zeichenhaft gegenwärtig, auch wenn Sie selbst längst wieder in den Alltag zurückgekehrt sind.

Auch in das Fürbittbuch, das beim Taufstein liegt, können Sie ein Anliegen schreiben. Am ersten Freitag des Monats – dem sogenannten Herz Jesu Freitag – wird es in der Messe zum Altar gebracht und einige Bitten werden vorgelesen, so dass die Gemeinde dafür betet.

Wir würden uns freuen, wenn Sie in unserer Kirche St. Regina einen Ort der Ruhe und Besinnung finden. Sie sind herzlich eingeladen!-