St. Lambertus Drensteinfurt - Walstedde

st lambertus 600x396In der Mitte des Ortes Walstedde liegt die Pfarrkirche St. Lambertus, die im Renaissancestil gebaut wurde. Die geschichtlichen Quellen, die Aufschluss über die Entwicklung der Pfarre Walstedde geben könnten, sind sehr dürftig. 1276 wird Walstedde als selbstständige Pfarre erstmals urkundlich erwähnt. Über die ersten Jahrhunderte weiß man nur sehr wenig. Sie soll für etwa 200 bis 300 Seelen berechnet gewesen sein und war verhältnismäßig klein. Im Laufe der Jahrhunderte ist sie mehrfach umgebaut und erweitert worden. So wurde sie im Jahre 1740 mit Ausnahme des Turmes vollständig erneuert. In einigen Unterlagen wird das Baujahr der Pfarrkirche auch wohl deshalb mit 1740 angegeben. Der Innenraum der Kirche von 1740 war 12,70 m lang und 11,20 m breit, also etwa halb so groß wie heute. Ende des neunzehnten Jahrhunderts war die Pfarrkirche für die inzwischen auf rund 1600 Seelen angewachsene Pfarrgemeinde zu klein geworden, zumal noch etwa 150 bis 200 Gläubige aus Altahlen regelmäßig in Walstedde zur Kirche gingen.
Sie wurde deshalb im Jahre 1883 wesentlich vergrößert. Das Langhaus wurde um etwa 12 m verlängert, das alte Chor abgebrochen und ein neues in der Breite des Langhauses angebaut.
Die Sakristei in Form eines Oktogons wurde ebenfalls 1883 angebaut.
Zu erwähnen wäre da noch das Triumphkreuz mit einer Breite von 2,25 m und Höhe von 3,50 m und dem Korpus von 2,00 m Höhe. Es stammt aus der vorromanischen Zeit und gehört der spätottonischen Kunstepoche (um 1150) an.
Im Kirchturm sind drei Glocken untergebracht:
1. die Marienglocke aus dem Jahr 1500,
2. die Lambertusglocke aus dem Jahr 1925 und
3. die Johannesglocke aus dem Jahre 1949